Belgrad und das Mittagsläuten der Glocken

Wenn die Glocken mittags um 12 Uhr in allen Christlichen Gemeinden auf der Welt läuten dann ist dieser Brauch auf die Belagerung Belgrads durch die Osmanen zurück zu führen. Papst Kalixt III (1378 – 1458) ordnete am 29. Juni 1456 an, dass eine oder mehrere Kirchenglocken die Gläubigen durch ihr Geläut dazu aufrufen sollten um für die Verteidiger Europas vor dem Osmanischen Reich zu beten. Kurz darauf wurde das Heer des Sultan Mehmed II am 22. Juli 1456 trotz seiner Übermacht vor den Toren Belgrads geschlagen.

 

Über einen Monat später am 06. August 1456 erhielt Papst Kalixt III die erfreuliche Nachricht über den Sieg der Christen vor den Toren Belgrads. Die Päpstliche Anordnung wurde aufgrund der weiterhin bestehenden Bedrohung durch die Osmanen bis heute beibehalten. In den Sprachgebrauch ging es auch als Türkenleuten ein.

 

 

 

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